Artikel erstellt am 21.01.2023 | von Redaktion | ca: 5 Min. zu lesen

Eigenverbrauch – was bedeutet das?

Der Eigenverbrauch ist der Anteil des von einer Solaranlage erzeugten Stroms, der direkt an den Verbraucher im selben Haushalt geliefert wird, anstatt in das öffentliche Stromnetz eingespeist zu werden.

Mit einem Solarstromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen
Mit einem Solarstromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen (Bildquelle: 2ragon – stock.adobe.com)

Eine Solaranlage auf dem Dach eines Privathaushalts kann dazu beitragen, den Eigenverbrauch zu erhöhen, indem sie Strom direkt an Verbraucher im Haushalt liefert, wie z.B. an Elektrogeräte, Beleuchtung und andere elektrische Verbraucher. Eine Möglichkeit den Eigenverbrauch zu erhöhen ist durch den Einsatz von einem Solarstromspeicher. Der Eigenverbrauch kann eine wichtige Rolle bei der Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen spielen, da er dazu beitragen kann, die Kosten für den Strombezug von externen Anbietern zu reduzieren.

Wie beeinflusst der Eigenverbrauch die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage?

Der Eigenverbrauch kann die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage beeinflussen, da er dazu beitragen kann, die Kosten für den Strombezug von externen Anbietern zu reduzieren. Wenn ein größerer Anteil des von der Solaranlage erzeugten Stroms im eigenen Haushalt genutzt wird, muss weniger Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden, was zu einer Verringerung der Stromkosten führt.

Ein weiterer Faktor der die Wirtschaftlichkeit beeinflusst ist die Einspeisevergütung, die von den meisten Ländern gewährt wird. Diese Vergütung bezieht sich auf den Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Je höher der Eigenverbrauch, desto geringer die Einspeisevergütung und umso geringer die finanzielle Entlohnung für den erzeugten Strom.

Insgesamt hängt die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Größe der Anlage, den Kosten für die Anschaffung und Wartung, und dem Strompreis im öffentlichen Netz. Eine erhöhter Eigenverbrauch kann jedoch dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zu verbessern, indem er die Kosten für den Strombezug reduziert und die Einspeisevergütung beeinflusst.

Wie kann ich den Eigenverbrauch maximieren?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Eigenverbrauch mit einer Solaranlage zu maximieren:

  1. Solarstromspeicher: Ein Solarstromspeicher ermöglicht es, den erzeugten Strom zu speichern und ihn dann im eigenen Haushalt zu nutzen, wenn die Sonnenenergie nicht direkt verfügbar ist.
  2. Verbrauchsprofil erstellen: durch Erstellen eines Verbrauchsprofils kann man erkennen, wann der höchste Strombedarf im Haushalt besteht und den Eigenverbrauch entsprechend anpassen.
  3. Zeitsteuerung: Eine Zeitsteuerung kann eingesetzt werden, um den Stromverbrauch im Haushalt auf die Zeiten zu legen, zu denen die Solaranlage am meisten Strom erzeugt.
  4. Verbraucher anpassen: Indem man den Verbrauch von Elektrogeräten und anderen Verbrauchern auf die Zeiten legt, zu denen die Solaranlage am meisten Strom erzeugt, kann man den Eigenverbrauch erhöhen.
  5. Energiesparmaßnahmen: Energieeffiziente Maßnahmen wie z.B. der Einsatz von energiesparenden Geräten und die Dämmung des Hauses können dazu beitragen, den Energiebedarf im Haushalt zu reduzieren und somit mehr Strom selbst verbrauchen zu können.
  6. Einspeisemanagement: Ein Einspeisemanagement-System kann dazu verwendet werden, um den Eigenverbrauch zu maximieren, indem es den Strombedarf im Haushalt und die Erzeugung der Solaranlage überwacht und automatisch den Strom aus der Solaranlage im Haushalt nutzt, wenn dieser vorhanden ist und das Stromnetz nicht benötigt wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Situation anders ist und es von verschiedenen Faktoren abhängt, welche Methoden am besten geeignet sind, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Es ist ratsam, einen Experten zu Rate zu ziehen, um die beste Lösung für die eigene Situation zu finden.

Was passiert mit dem Strom, der nicht im Eigenverbrauch genutzt wird?

Strom, der nicht im Eigenverbrauch genutzt wird, wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dies bedeutet, dass der Strom zur Verfügung gestellt wird, um andere Verbraucher in der Umgebung zu versorgen, die ihn benötigen. In Deutschland wird für den eingespeisten Strom eine Einspeisevergütung gezahlt, die die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage beeinflusst.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass der Strom auf einen Solarstromspeicher gespeichert wird, falls der Eigenverbrauch später benötigt wird, oder falls das Stromnetz unter Last steht und der Eigenverbrauch nicht hoch genug ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Regelungen und Vergütungen für den eingespeisten Strom von Land zu Land unterschiedlich sind und es sich lohnt sich darüber zu informieren, um die beste Lösung für die eigene Situation zu finden.

Wie wirkt sich der Eigenverbrauch auf die Einspeisevergütung aus?

Je höher der Eigenverbrauch, desto geringer der Anteil des erzeugten Stroms, der ins öffentliche Netz eingespeist wird und desto geringer die Einspeisevergütung.

Es gibt Systeme, die dazu verwendet werden, um die Einspeisevergütung über die Zeit zu berechnen. Diese Systeme können unterschiedlich sein, aber in der Regel wird die Einspeisevergütung pro kWh Strom berechnet. Je höher der Eigenverbrauch, desto geringer die Einspeisevergütung und umso geringer die finanzielle Entlohnung für den erzeugten Strom. Ein Blick allein auf die Einspeisevergütung ist allerdings nicht ausreichend, um die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zu ermitteln. Auch folgender Zusammenhang sollte beachtet werden: Je höher der Eigenverbrauch, desto höher die Ersparnisse auf die Stromkosten, die man durch den Kauf von weniger Strom aus dem öffentlichen Netz hat.

Wie funktioniert der Eigenverbrauch mit einer Solaranlage und einem Solarstromspeicher?

Der Eigenverbrauch mit einer Solaranlage und einem Solarstromspeicher funktioniert, indem der erzeugte Strom von der Solaranlage direkt im eigenen Haushalt genutzt wird, anstatt in das öffentliche Netz eingespeist zu werden. Der Solarstromspeicher speichert den überschüssigen Strom, der nicht sofort genutzt wird, und gibt ihn dann ab, wenn der Strombedarf im Haushalt höher ist als die aktuelle Erzeugung der Solaranlage.

Wenn die Sonnenenergie nicht direkt verfügbar ist, z.B. bei Regen oder bei Nacht, kann der Strom aus dem Solarstromspeicher genutzt werden, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Auf diese Weise kann der Eigenverbrauch maximiert werden, indem man den erzeugten Strom im eigenen Haushalt nutzt, anstatt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen und dadurch die Kosten für den Strombezug von externen Anbietern zu reduzieren.

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