Artikel erstellt am 11.12.2022 | von Antonia Klatt | ca: 2 Min. zu lesen

Wärmepumpen: Erde, Wasser oder Luft? – Diese 3 Typen gibt es

Wenn es draußen dunkel und kalt wird, bleibt nur eins: die Heizung einschalten. Doch bei den aktuellen Strompreisen und der nahenden Energiekrise wird auch das immer teurer. Eine Alternative ist der Bezug von Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. Dazu zählen neben Solarenergie auch Wärme aus Erde, Wasser und Luft. Doch was ist der Unterschied zwischen diesen drei Arten der Wärmepumpen. 

Was ist eine Erdwärmepumpe?

Eine Erdwärmepumpe nutzt – wie der Name bereits vermuten lässt – im Boden gespeicherte Wärme. Genauer gesagt wird mit einer Erdwärmepumpe Energie aus dem Grundwasser gezogen. Dabei werden Bohrungen bis zu 100 Meter vorgenommen. Dann wird Flüssigkeit über Erdsonden in den Boden gepumpt, dort erwärmt und wieder nach oben in die Pumpe geleitet. 

Dieses System funktioniert, da die Temperatur im Boden ab einer bestimmten Tiefe über das Jahr hinweg nahezu konstant ist. In einer Tiefe von 100 Meter herrscht in Deutschland eine Temperatur von durchschnittlich 15 °C.

Was ist eine Wasser-Wärmepumpe?

Eine Wasser-Wärmepumpe funktioniert ähnlich wie eine Erdwärmepumpe. Statt einer Bohrung werden allerdings zwei Brunnen benötigt. Ein Kältemittel wird zunächst über den Schluckbrunnen zum Grundwasser geleitet. Das Mittel wärmt dort auf, verdampft und wird mit Druck über den Saugbrunnen in die Pumpe geleitet. Dort wird die thermische Energie and das Heizsystem abgegeben und kondensiert. 

Was ist eine Luftwärmepumpe?

Im Gegensatz zu einer Erdwärmepumpe verwendet eine Luftwärmepumpe die Umgebungsluft zur Wärmeerzeugung. Warme Luft wird an das Kältemittel in der Pumpe übertragen. Das geschieht über einen Verdampfer. In der Pumpe geht ein Kompressionsprozess von Statten und die Wärme wird via eines Verflüssigers an ein zu erwärmendes Medium abgegeben. Dabei kann es sich um Luft oder aber Wasser handeln. Das klappt sogar im Winter. Luftwärmepumpen können aus bis zu – 20°C kalter Luft Temperaturen von bis zu 50°C erzeugen.

Welche Pumpe ist die Richtige für mich?

Erde, Wasser oder Luft? Das ist die Frage! Für viele Interessenten wird wohl die Luftwärmepumpe die richtige Wahl sein. Im Gegensatz zu den anderen beiden Arten müssen keine Grundstücks- und wasserrechtlichen Bedingungen beachtet werden. Außerdem handelt es sich hierbei um die günstigste Pumpe in der Anschaffung, da nicht gebohrt werden muss. Noch besser als bloße aus Luft gewonnene Wärme ist allerdings nur eins: Solarenergie. Mit Solaranlagen kann nämlich nicht nur Wärme, sondern auch Energie für den Haushalt, das E-Auto und mehr gewonnen werden. Also: gleich den Selfmade Energy Solarrechner ausprobieren und Energie-unabhängig werden. 

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