Passend zu der PV-Anlage auf Ihrem Dach, könnte auch ein schickes Elektroauto in der Garage stehen. Doch mit welchen Kosten muss man bei einem E-Auto heute tatsächlich in Anschaffung, Laden und Betrieb rechnen? Lassen Sie es uns in diesem Artikel gemeinsam herausfinden.
Sind Elektroautos teurer als Benziner?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und ist vom Fahrverhalten, dem Versicherungsstatus sowie der Quelle des Stroms abhängig. Aber wie Sie sicherlich bei Ihrer Recherche sicherlich herausgefunden haben, ist die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs definitiv nicht günstig.
Was kostet eine Batterie für ein E-Auto?
Die Batterie ist ein entscheidender Kostenfaktor. Der Preis eines E-Autos wird besonders durch die Kosten der Batterie hochgetrieben. Dabei ist die Bauweise, der Prozess und die verwendeten Rohstoffe entscheidend. Die Batterie bleibt ein zentraler Kostenfaktor bei Elektroautos. Allerdings sind die Batteriepreise in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, wodurch sich die Preisunterschiede zwischen Elektroautos und Verbrennern zunehmend verringern. Je nach Fahrzeugklasse und Modell liegen die Anschaffungskosten von Elektroautos heute teilweise noch über vergleichbaren Verbrennern, die Unterschiede fallen jedoch deutlich geringer aus als noch vor einigen Jahren. Besonders beim Laden zuhause oder mit eigenem Solarstrom können die laufenden Energiekosten eines Elektroautos deutlich niedriger ausfallen als bei einem klassischen Verbrenner.
Kosten einer Wallbox
Neben der Batterie des E-Autos will auch der Speicher für Solarenergie für Ihr Zuhause verwaltet werden. Für komfortables und schnelles Laden zuhause empfiehlt sich in vielen Fällen eine Wallbox. Ein zusätzlicher Stromspeicher ist dabei optional und abhängig vom individuellen Energiesystem. Für eine Wallbox sollten je nach Modell, Ladeleistung und Installation heute insgesamt meist zwischen 800 € und 2.000 € eingeplant werden. Hinzu kommen mögliche Kosten für Montage und Anpassungen an der Hauselektrik. Aber viele Menschen, die Elektroautos kaufen, müssen die Kosten für das Aufladen zu Hause vielleicht nicht ganz allein tragen. Denn die zusätzlichen Vergünstigungen für den Kauf eines E-Autos und die Installation privater Ladegeräte variieren je nach Bundesland.
Verbrauch von E-Autos vs. Benzinern
In puncto Verbrauch, kann man von den folgenden Kosten ausgehen. Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht heute etwa 16 bis 20 kWh pro 100 Kilometer. Beim Laden zuhause liegen die Stromkosten aktuell meist zwischen 0,30 € und 0,36 € pro kWh.“ (Stand: 2026). Ein vergleichbarer Benziner braucht 5,5 Liter auf 100 km, bei einem angenommenen durchschnittlichen Benzinpreis in Deutschland von derzeit rund 2,00 € (Stand: Mai 2026).
Die tatsächlichen Kosten pro 100 Kilometer liegen bei Elektroautos aktuell meist zwischen 5 und 8 € beim Laden zuhause. Wer überwiegend öffentliche Schnellladestationen nutzt, muss dagegen häufig mit 10 bis 16 € pro 100 Kilometer rechnen.
An öffentlichen AC-Ladesäulen liegen die Preise derzeit häufig zwischen 0,40 € und 0,60 € pro kWh. Beim DC-Schnellladen entlang von Autobahnen sind je nach Anbieter oft zwischen 0,60 € und 0,89 € pro kWh möglich. (Stand: 2026)
Versicherung und Wartungskosten für ein Elektroauto
Als Services und Dienstleistungen um ein Elektroauto wären noch die Wartung sowie die Versicherung zu nennen. Da Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren wesentlich mehr Verschleißteile haben als solche mit Elektromotoren, sind die Reparatur- und Wartungskosten höher. Bei E-Autos ist mit niedrigeren Kosten zu rechnen, da der Aufwand nicht so hoch ausfällt. Die Kosten der Versicherung sind dagegen nicht allzu sehr abhängig vom Fahrzeug, sondern eher vom Versicherungsstatus des/r Halters*in. Entscheidend dabei ist, ob es bisherige Versicherungsfälle gab und wie hoch der Schaden dabei ausfiel.
Fazit
Elektroautos können im Alltag nach wie vor wirtschaftlich vorteilhaft sein – insbesondere, wenn sie regelmäßig zu Hause oder mit eigenem Solarstrom geladen werden. Gleichzeitig spielen Faktoren wie Strompreise, öffentliches Laden und die individuelle Fahrleistung heute eine größere Rolle als noch vor einigen Jahren. Ein genauer Blick auf die persönlichen Lade- und Fahrgewohnheiten lohnt sich deshalb, um die tatsächlichen Kosten realistisch einschätzen zu können.





