Artikel aktualisiert am 19.05.2022 | von Jana Krüger | ca: 4 Min. zu lesen

Erhöht eine Solaranlage den Wert meines Hauses?

Aufgrund der finanziellen und ökologischen Vorteile werden Gebäude mit Solaranlagen auf dem Immobilienmarkt mit höheren Preisen bewertet als Häuser ohne Solarsysteme. Laut einer aktuellen Studie des Immobilienverbandes Deutschland liegt der durchschnittliche Wertzuwachs bei 6,7%.

Erhöht eine Solaranlage den Wert meines Hauses?
Photo by Ronnie George on Unsplash

Wertsteigerung einer Immobilie 

Eine Photovoltaikanlage sorgt für eine Unabhängigkeit und Minderung des Strompreises und hat gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Ein weiterer wichtiger Punkt, den es beim Kauf einer PV-Anlage zu beachten gibt, ist die Wertsteigerung der Immobilie. Durch die Installation einer PV-Anlage kann der Wert der Immobilie um ein Vielfaches steigen. Dies wird durch den Immobilienmakler Homeday sowie eine groß angelegte Untersuchung in den USA bestätigt.

Abhängig von verschiedenen Parametern

Wie hoch die Wertsteigerung tatsächlich ausfällt, hängt entscheidend von der Größe, der Optik, der Wirtschaftlichkeit und dem Alter der Solaranlage ab. Welchen Einfluss jeder einzelne Parameter einnimmt, wird hier kurz zusammengefasst:

Die Größe der Anlage

Natürlich spielt die Anzahl der Module auf dem Dach eine entscheidende Rolle für die Wertsteigerung des Hauses. Desto mehr Module sich auf dem Haus befinden, desto mehr Leistung hat die Anlage. Infolgedessen kann die PV-Anlage mehr Strom produzieren und wird dadurch wertvoller.

Die Optik der Anlage

Viele Käufer zahlen gerne mehr, wenn das Haus eine besonders schöne Optik aufweist. Dies gilt auch für eine PV-Anlage. Aus diesem Grund sollte eine Solaranlage vor der Installation durchdacht geplant werden. Bei dem Design sollte man beispielsweise beachten, dass die Module eine optisch schöne Einheit bilden und nicht unorganisiert und willkürlich auf dem Dach verteilt sind.

Die Wirtschaftlichkeit der Anlage

Dieser Parameter hat einen sehr entscheidenden Einfluss auf den Wert eines Hauses. Wenn die Netzeinspeisung besonders hoch ausfällt, wird dadurch auch der Wert der Immobilie hoch ausfallen. Dabei gilt es auch zu beachten, wie hoch die Ersparnisse in der Zukunft ausfallen werden, wenn man eigenen Solarstrom nutzt. Rechnet man diesen Wert dazu, kann auch dies den Preis der Immobilie erhöhen. Kurz gesagt: Desto mehr Geld die Anlage dem Besitzer in der Zukunft einbringen wird, desto höher errechnet sich der Preis des Hauses.

Das Alter der Anlage

Neben den wirtschaftlichen Einfluss spielt auch das Alter einer Anlage eine wichtige Rolle in Bezug auf die Höhe der Wertsteigerung des Hauses. Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage hat eine Lebensdauer von ungefähr 20 bis 25 Jahre. Nur einige von Ihnen weisen noch eine gute Leistung und eine einwandfreie Funktion nach dieser Zeit auf. Der Wert ihrer Immobilie wird also deutlich höher ausfallen, wenn Sie ihre PV-Anlage vor fünf Jahren erworben haben, als wenn Sie sie vor 20 Jahren erworben haben. Desto kürzer die Installation her ist, desto länger kann der nächste Besitzer des Hauses sie benutzen. Aus diesem Grund ist eine neue Anlage mit einer längeren Restlaufzeit bis zum Ende der Einspeisevergütung für Interessenten viel interessanter als eine mit einer kürzeren Restlaufzeit, welche wahrscheinlich auch nur noch beschränkt Strom produziert.

Mit einem Stromspeicher den Eigenverbrauch erhöhen

Natürlich spielen auch Investitionskosten eine entscheidende Rolle bei dem Wert einer Immobilie mit einer Photovoltaikanlage. Viele Hauseigentümer holen sich eine Solaranlage mit Speicher, um Strom weiterhin nutzen zu können, wenn es draußen mal nicht so sonnig ist. Ein Speicher ist vor allem im Winter profitabel, wenn es dauerhaft bewölkt ist und die Anlage keinen Strom produzieren kann.

Solaranlagen, die durch einen Stromspeicher den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit erhöhen, bewirken eine stärkere Wertsteigerung der Immobilie, als Solaranlagen ohne Batteriespeicher.

Welchen Zweck hat ein Speicher?

Ein Stromspeicher sorgt dafür, dass ein Haushalt auch dann Strom nutzen kann, wenn die Sonne nicht scheint. Beispielsweise am frühen Morgen oder am Abend, wenn man von der Arbeit kommt und der Stromverbrauch am höchsten ist. Die Batterie speichert den überschüssigen Strom, welcher tagsüber produziert wurde, ein und stellt diesen zum späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Dadurch wird kein Strom verschwendet und der Eigenverbrauch erhöht. Des Weiteren kann man den überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen lassen bzw. an seinen Stromanbieter verkaufen. Pro Kilowattstunde erhält man einen bestimmten Betrag ausgezahlt, wodurch die Solaranlage profitabler wird.

Damit ihre Immobilie den höchstmöglichen Wert erlangt, sollte man sich für den richtigen Speicher entscheiden. Dabei ist vor allem die Größe entscheidend. Wenn der Speicher zu klein ist, muss man zusätzlich Strom kaufen und hat dadurch über einen längeren Zeitraum keine Ersparnisse. Ist der Speicher jedoch zu groß, entstehen Mehrkosten und die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage wird ebenfalls vermindert. Am besten man lässt sich vorher beraten, um die optimale Größe zu finden und die PV-Anlage und somit auch die Immobilie so profitabel wie möglich zu machen.

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