Artikel aktualisiert am 19.08.2022 | von Karina Shepetunova | ca: 4 Min. zu lesen

Irrtümer über Photovoltaik

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den Umstieg auf sogenannten grünen Strom. Grün steht hierbei für erneuerbare Energien. Doch die Entscheidung wird einem nicht immer leicht gemacht. Aufgrund vieler irrtümlicher Annahmen gibt es deutlichen Aufklärungsbedarf, wenn es ums Thema der Photovoltaikanlagen geht.  

Irrtümer über Photovoltaik
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Bei der Recherche zum Thema Photovoltaikanlagen werden Ihnen vermutlich einige Aussagen begegnen, die abschreckend wirken können. Überprüfen Sie diese auf Ihren Wahrheitsgehalt, indem Sie mehrere Quellen zu Rate ziehen. Einige Behauptungen finden Sie hier mit den dazugehörigen Erklärungen aufgelistet.

Der Anschaffungspreis ist viel zu hoch

Lässt man den Aspekt der Nachhaltigkeit außer Acht und konzentriert sich ausschließlich auf den finanziellen Vorteil einer Photovoltaikanlage, stellt man schnell fest, dass die Anschaffungskosten schnell in die zehntausend Euro gehen können. Natürlich ist das erstmal eine enorme Investition. Auch lässt sich die Ersparnis auf lange Zeit nicht direkt einschätzen.

Um einen groben Richtwert zu haben, können Sie mit einer Zeitspanne von 10 – 15 Jahren rechnen, bis sich die Anlage auf Ihrem Dach amortisiert hat.

Sollten Ihnen die hohen Investitionskosten doch zu hoch erscheinen, oder schlichtweg zum jetzigen Zeitpunkt nicht machbar sein, können Sie eine PV-Anlage auch mieten.

Natürlich sind die Anschaffungskosten für eine PV-Anlage sehr schwer pauschal anzugeben. Der Gesamtpreis hängt nicht nur von ihrem jährlichen Stromverbrauch ab, sondern auch von der dafür benötigten Größe der Photovoltaikanlage. Zusätzlich gibt es noch die Option vieler hilfreicher Zusatzkomponenten. So ist in diesem Zusammenhang die Installation eines Feuerwehrschalters erwähnenswert. Damit können Sie, im Fall eines Brandes, die Anlage sofort herunterfahren und erleichtern der Feuerwehr die Löscharbeiten an Ihrem Haus.

Weitere Komponenten können eine Wallbox, zum Aufladen von beispielsweise E-Autos, sein.

Außerdem gibt es auch die Möglichkeit einer Finanzierung durch beispielsweise Fördermittel von Bund und Kommunen. Zwar unterscheiden sich die Fördermöglichkeiten von Bundesland zu Bundesland stark, doch beinhalten sie alle eine finanzielle Entlastung für Sie. Informieren Sie sich vor der Planung einer PV-Anlage möglichst genau darüber, welche Förderprogramme für Sie in Frage kommen. Und schnell sein lohnt sich – denn diese Fördermittel sind sehr begehrt und daher auch mal binnen einiger Tage ausgeschöpft.

In Deutschland gibt es nicht genug Sonnenstrahlung für eine PV-Anlage

Im Vergleich zu Ländern wie Spanien oder Italien schneidet Deutschland vergleichsweise schlecht ab, wenn es um die Sonneneinstrahlung geht. Nichtsdestotrotz reicht auch diese Strahlung vollkommen aus, um den Großteil des benötigten Stroms in Eigenregie zu erzeugen.

Zudem sollte man nicht die Sonnenstrahlung mit der Temperatur verwechseln. Auch im Winter reicht die Kraft der Sonne aus, damit Solarpaneele auf dem Dach Strom erzeugen können.

Eine andere Aussage, die in Verbindung mit der Sonnenstrahlung steht, ist die Behauptung eine Montage würde sich nur auf Süddächern lohnen. Auch das stimmt nicht. Denn obwohl Dächer, die nach Süden ausgerichtet sind, die meiste Sonnenstrahlung einfängt, heißt es im Umkehrschluss nicht, dass alle anderen Ausrichtungen von Dächern ungeeignet seien. Um auch mit Solaranlagen, die in Ost- oder Westrichtung zeigen, maximalen Ertrag zu generieren, lohnt es sich mehr Module anbringen zu lassen.  

Nachts muss man sowieso Strom vom Netzanbieter beziehen

Anders als bei Strom vom Netzanbieter, ist die Produktion des eigenen Stroms mit einer Photovoltaikanlage stark abhängig von Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung. Bekannterweise scheint die Sonne nachts gar nicht. Um auch nachts vom selbst erzeugten Strom profitieren zu können und nicht auf den Energielieferanten zurückgreifen zu müssen, lohnt sich die Investition in einen Stromspeicher. Dieser speichert überschüssigen, am Tag erzeugten Strom und gibt ihn ab, sobald der produzierte Strom nicht mehr ausreicht. Allerdings lohnt es sich bei PV-Anlagen generell die Energiefresser im Haushalt möglichst tagsüber laufen zu lassen.

Wenn es einen Brand gibt, löscht die Feuerwehr mein Haus mit PV-Anlage nicht

Diese Behauptung hält sich hartnäckig. Dabei ist sie genau so unwahr wie die bereits erwähnten Aussagen. Mittlerweile sind etliche Schulungen zum Thema Brand mit PV-Anlagen durchgeführt worden. Wichtig ist, dass Sie im Brandfall direkt darauf hinweisen, dass eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach verbaut ist. Sollte ihre Anlage über einen Feuerwehrschalter verfügen, erhöht das die Sicherheit der Feuerwehr während der Löscharbeiten an ihrem Haus. Einen ganzen Artikel zu diesem Thema finden Sie hier.

Fazit

Das Internet ist zwar eine vortreffliche Quelle zur Informationsbeschaffung. Jedoch sind die Informationen dort mit Vorsicht zu genießen. Nicht immer entsprechen sie der Wahrheit. Daher lohnt es sich die eigene Recherche auszuweiten und mehrere Quellen zu suchen um den Wahrheitsgehalt bestimmter Aussagen einschätzen zu können.

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