Artikel aktualisiert am 25.05.2022 | von Jana Krüger | ca: 3 Min. zu lesen

Wie funktioniert ein Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage?

Heutzutage gewinnen Speicher immer mehr an Popularität in sowohl privaten Haushältern als auch im Gewerbe. Die Strompreise steigen jährlich an, weshalb viele Käufer sich nicht nur für eine Photovoltaikanlage entscheiden, sondern auch für einen Speicher. Dadurch kann der erzeugte Solarstrom besser genutzt und auf Wunsch eingespeist werden.

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In diesem Artikel erfahren Sie alles rund um das Thema Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage, wie dieser funktioniert und aufgebaut ist, welche Arten es gibt und was Sie bei der Größe beachten sollten.

Welche Funktion erfüllt ein Batteriespeicher?

Der Hauptnutzen eines Speichers ist es, die Solarenergie nachhaltig zu speichern, um zu einem beliebigen Zeitpunkt darauf zurückgreifen zu können. In der Regel ist der Ertrag um die Mittagszeit herum am höchsten, da die Sonne hier am stärksten ist. Wenn die Sonne untergeht, steht die Solaranlage still.

Die Problematik hierbei ist, dass der Stromverbrauch der meisten Haushälter am Abend am höchsten ist. Aus diesem Grund muss man am Abend trotz Solaranlage auf den Netzstrom zugreifen. Wenn Sie allerdings einen Stromspeicher haben, können Sie den am Tag produzierten Strom abspeichern und ihn auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Desto mehr Sonnenstunden es pro Tag gab, desto mehr Strom kann der Speicher aufnehmen. Dadurch können Sie ihren Eigenverbrauch und ihre Autarkie um ein Vielfaches erhöhen. Zudem können Sie bei einer vollen Batterie den Strom in das öffentliche Netz einspeisen und eine Vergütung vom Netzbetreiber bekommen.

Wie ist ein Speicher aufgebaut?             

Der wichtigste Bestandteil eines Speichers ist die aufladbare Batterie. Zudem gibt es zwei Elektroden. Eine positive Elektrode (Anode) und eine negative Elektrode (Kathode). Diese beiden Elektroden von Elektrolyt (leitende Flüssigkeit) umschlossen.

Wenn man nun den Speicher an Strom anschließt, wandern die Elektronen (kleine geladene Teilchen) von der Kathode zur Anode. Dadurch soll die Aufladung der Anode erreicht werden. Wenn die Elektronen von der Anode zur Kathode wieder zurückwandern, erzeugen sie Strom.

Beim Aufladen wird der Strom in chemische Energie umgewandelt und ermöglicht dadurch das Speichern der Solarenergie. Dementsprechend wird beim Entladen der gespeicherte Strom wieder freigegeben.

Welche Speicher gibt es?

Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt  Hohe Energiedichte, klein und leicht, kann sich jedoch bei Überhitzung entzünden
Lithium-Eisen-PhosphatHohe Energiedichte, groß und schwer, kann nicht überhitzen
SalzwasserbatterieNiedrige Energiedichte, Alternative zu Lithium, Natrium als Speichermedium, können vollständig entladen werden
Redox-Flow-BatterieNiedrige Energiedichte, Selbstentladung nicht möglich da Kathode und Anode in verschiedenen Behältern sind

Wie groß sollte der Speicher sein?

Die optimale Größe eines Batteriespeichers der Photovoltaikanlage sollte sich nach ihrem individuellen Stromverbrauch richten. Wählen Sie einen zu kleinen Speicher, erfüllt der Speicher nicht seine Funktion und Sie müssen zusätzlich Strom aus dem Netz kaufen. Auf der anderen Seite ist ein zu großer Speicher ebenfalls untauglich, da durch die Mehrkosten die Wirtschaftlichkeit Ihrer PV-Anlage sinkt.

Lassen Sie sich daher am besten von einem Experten beraten, welcher Speicher für Sie der Richtige ist.

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