Artikel erstellt am 19.05.2022 | von Jana Krüger | ca: 3 Min. zu lesen

Checkliste Solaranlage: Förderung und Finanzierung

Mit einer Solaranlage geht auch eine große Investition einher. Jedenfalls denken das viele. Doch es gibt einige Möglichkeiten für die Finanzierung und Förderung einer PV-Anlage für Privatpersonen und Unternehmen.

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Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Fördermöglichkeiten ihnen zustehen und wie Sie diese beantragen.

EEG-Gesetz und Einspeisevergütung

Obwohl die Förderung einer PV-Anlage in jedem Bundesland etwas anders ausfällt, sind sich alle Bundesländer bei der Einspeisevergütung einig. Als Besitzer einer Photovoltaikanlage haben Sie Anspruch darauf, ihren Solarstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen und dafür ausgezahlt zu werden. Dies besagt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches im Jahr 2000 verabschiedet wurde.

Je nach Leistung der Anlage errechnet sich die Auszahlung pro Kilowattstunden. Ihr Netzbetreiber vergütet den Strom 20 Jahre lang. Desto größer die Anlage bzw. desto leistungsfähiger, desto kleiner fällt die Auszahlung aus.

Bis 10 kWp10 bis 40 kWp40 bis 100 kWp
6,53 Cent6,34 Cent4,96 Cent

Diese Auszahlung verringert sich jedoch im Laufe der Zeit. Erst im Jahr 2024 plant die Bundesregierung, die Absenkung der Vergütung auszusetzen und nur noch im halbjährlichen Rhythmus zu verringern. Sie sollten außerdem beachten, dass Sie die Auszahlung nur erhalten, wenn Sie ihren Netzbetreiber über den Kauf einer Anlage im Vorfeld benachrichtigen.

Kredit von der KfW

Eine andere Möglichkeit zur Finanzierung ist das sogenannte Programm 270 von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Unabhängig von deinem Wohnort kannst du eine Photovoltaikanlage zinsgünstig erwerben. Hierbei kannst du eine Anlage mit und ohne Speicher beantragen oder nur für einen Speicher. Die Förderung schließt Anschaffungskosten, Planung und Installation mit ein.

Der KfW-Kredit erfolgt immer über die Hausbank. Hierbei ist auch zu beachten, dass der Antrag vor der Anschaffung einer PV-Anlage gestellt werden muss. Ein Anrecht auf einen Kredit haben Privatpersonen, Unternehmen, Freiberufler und gemeinnützige Organisationen.

Einer der größten Vorteile eines KfW-Kredits sind die tilgungsfreien Anfangsjahre und die 100 % Finanzierung. Dies bedeutet, dass Sie während der tilgungsfreien Jahre lediglich die Zinsen zahlen. Erst danach zahlen sie vierteljährliche Raten zuzüglich der Zinsen. Die Kredite haben eine Laufzeit von fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Der Jahreszins ist abhängig von der Dauer der Abzahlung, doch im besten Fall liegt dieser bei 1,75 Prozent. Auch die Rückzahlung erfolgt hier bei der Hausbank.

Wenn Sie mehr über den KfW-Kredit wissen möchten, besuchen Sie einfach die offizielle Website der KfW, wo Sie alle weiteren Details finden werden.

Solarkredit von den Banken und Sparkassen

Auch die Banken und Sparkassen bieten Finanzierungsmöglichkeiten für eine Photovoltaikanlage. Die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert den Banken Sicherheit. Der Jahreszins liegt im Durchschnitt zwischen 1,2 und 1,5 Prozent und die Laufzeit liegt zwischen 4 und 25 Jahren. Die niedrige Zinszahl begründet sich aus ihrer Hilfe, die Energiewende durch eine Photovoltaikanlage voranzutreiben.

Auch bei dem Solarkredit benötigen Sie kein Eigenkapital. Wenn Sie ihre Chancen für einen Kredit jedoch erhöhen möchten, haben sie mit einer Anzahlung von 20 Prozent sehr gute Chancen. Zudem ist ihr Kredit für eine PV-Anlage dadurch schneller zurückgezahlt.

Was allgemein zu beachten ist:

  • Vergleichen Sie die Förderprogramme und wählen Sie das, welches für Sie am besten in Frage kommt
  • Stellen Sie ihren Antrag für Förderung oder Finanzierung unbedingt vor dem Kauf der Photovoltaikanlage
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