Artikel aktualisiert am 25.11.2025
von Inga Ervig | ca: 8 Min. zu lesen

Stromspeicher-Förderung 2025 – So profitieren Sie von Zuschüssen und Krediten

Sie möchten Ihren Solarstrom auch abends nutzen und unabhängiger von steigenden Strompreisen werden? Ein Batteriespeicher macht genau das möglich – doch die Anschaffung ist kostspielig. Die Stromspeicher-Förderung kann jedoch den entscheidenden Unterschied machen. 2025 stehen Hausbesitzern verschiedene finanzielle Hilfen zur Verfügung, um einen Batteriespeicher günstiger zu installieren. Lesen Sie jetzt, welche Förderungen für Stromspeicher aktuell gelten, wie hoch Zuschüsse ausfallen können und worauf Sie achten sollten, damit sich Ihr PV-Speicher schneller rechnet.

Stromspeicher an einer Hauswand
Batteriespeicher erhöhen den Eigenverbrauch und machen unabhängiger vom öffentlichen Netz – eine lohnenswerte Investition, insbesondere, wenn Sie eine Stromspeicher-Förderung dafür nutzen. (Bildquelle: Kay – stock.adobe.com)

Warum sich ein Stromspeicher lohnt – und warum Fördermittel so wichtig sind

Ein moderner PV-Speicher kann den Eigenverbrauch Ihres Solarstroms auf über 70 % steigern und Sie deutlich unabhängiger vom Netzstrom machen. Das bedeutet für Sie: niedrigere Stromrechnungen und mehr Versorgungssicherheit. Aber: Obwohl typische Heimspeicher inzwischen zwar pro kWh Speicherkapazität deutlich günstiger geworden sind, kann eine Komplettinstallation inkl. Photovoltaik-Anlage schnell über 20.000 € kosten. Verständlich, dass daher viele Hausbesitzer zögern. Staatliche Förderungen – ob als Zuschüsse für Solaranlage mit Speicher, zinsgünstige Kredite oder Steuererleichterungen – machen die Investition jedoch erschwinglich. Die Batteriespeicher-Förderung ist somit ein Schlüssel, um die Energiewende auch in privaten Haushalten voranzubringen.

Expertentipp
„Wenn finanzielle Hürden Sie bisher vom Kauf eines Stromspeichers abgehalten haben, sollten Sie die verfügbaren Fördermittel jetzt prüfen. Machen Sie sich schlau, welche staatlichen Fördermittel für Photovoltaik-Speicher aktuell bestehen und wie Sie diese optimal für Ihre Energieversorgung nutzen.“ – Inga Ervig, Expertin für nachhaltige Gebäudetechnik

Bundesweite Förderungen 2025: KfW-Kredite, Steuererleichterungen & EEG-Vergütung

Zunächst ein Blick auf die Fördermöglichkeiten, die in ganz Deutschland gelten. Die bundesweite Förderung von Solaranlage und Stromspeicher wird hauptsächlich über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und steuerliche Vorteile geregelt – direkte Zuschüsse vom Bund sind derzeit die Ausnahme. Hinzu kommt als indirekte Förderung die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Im Überblick stehen Ihnen 2025 folgende Instrumente zur Verfügung:

  1. KfW-Förderung Photovoltaik & Batteriespeicher (Programm 270) – zinsgünstige Kredite statt Zuschüsse
  2. Keine BAFA-Förderung – das BAFA unterstützt Stromspeicher nicht direkt
  3. Steuerliche Förderung – 0 % Mehrwertsteuer auf Solaranlagen und Batteriespeicher
  4. Einspeisevergütung – garantierte Vergütung für eingespeisten Solarstrom über 20 Jahre

KfW-Förderung: Günstige Kredite für Photovoltaik und Batteriespeicher

Die KfW-Bank ist die zentrale Anlaufstelle für die staatliche Förderung von Photovoltaik-Projekten in Form von Krediten. Aktuell bietet die KfW zwar keine direkten Zuschüsse für Stromspeicher an, aber Sie können Ihren Speicher über das Programm KfW 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ finanziell mittragen lassen. Dieses Programm stellt zinsvergünstigte Darlehen bereit, um Photovoltaikanlagen inklusive Batteriespeicher zu finanzieren.

Was umfasst KfW 270? Im Prinzip können Sie mit diesem Förderkredit bis zu 100 % der Kosten Ihrer PV-Anlage mit Speicher decken. Die Konditionen sind attraktiv: Sie erhalten einen deutlich niedrigeren Zinssatz als bei einem normalen Bankkredit, können Laufzeit und Tilgung flexibel gestalten und tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbaren. Einen Tilgungszuschuss (also einen geschenkten Anteil, der nicht zurückgezahlt werden muss) gibt es allerdings nicht.

Expertentipp:
„Den KfW-Kredit beantragen Sie über Ihre Hausbank vor Bestellung des Speichers/PV-Anlage. Kalkulieren Sie mit Ihrer Bank die Darlehenshöhe und lassen Sie sich die aktuellen Zinssätze nennen. Vergleichen Sie das Angebot ggf. mit einem normalen Ratenkredit – manchmal kann das KfW-Darlehen die bessere Wahl sein, insbesondere wenn die Zinsen am Markt hoch sind.“ – Inga Ervig, Expertin für nachhaltige Gebäudetechnik

BAFA-Förderung – gibt es 2025 Zuschüsse vom BAFA?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob es eine BAFA-Förderung für Batteriespeicher gibt. Die Antwort lautet: nein. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet 2025 keine direkte Förderung für Photovoltaikanlagen oder Stromspeicher an. Die BAFA-Zuschüsse im Energiebereich konzentrieren sich vor allem auf Heizungsanlagen (Wärmepumpen, Biomasseheizungen etc.) und energetische Gebäudesanierung. Photovoltaik und Batteriespeicher werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nicht als eigenständige Maßnahme bezuschusst.

Steuerliche Förderung: 0 % Mehrwertsteuer und steuerfreie Erträge

Seit 1. Januar 2023 gibt es einen großen Vorteil für alle neuen PV-Anlagen und Heimspeicher: Sie zahlen keine Mehrwertsteuer mehr. Im Jahressteuergesetz 2022 wurde ein sogenannter Nullsteuersatz beschlossen, der Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern mit 0 % MwSt. versieht. Seitdem sind Solarmodule, Wechselrichter als auch Batteriespeicher von der Umsatzsteuer befreit. Für Sie bedeutet das eine Ersparnis von 19 % auf die Investitionskosten – ein erheblicher „Preisnachlass“, der faktisch einer Förderung gleichkommt. Die Steuerbefreiung gilt für Anlagen auf Wohngebäuden (bis hin zu Mehrfamilienhäusern) und sogar für größere Anlagen über 30 kWp.

Neben der Umsatzsteuerbefreiung hat der Gesetzgeber auch die Einkommensteuer auf PV-Erträge vereinfacht: Erträge aus Anlagen bis 30 kWp (auf Einfamilienhaus) sind seit 2023 von der Einkommenssteuer befreit. Das betrifft zwar eher den Betrieb der Anlage als die Anschaffung, hilft aber, Bürokratie abzubauen und den wirtschaftlichen Nutzen zu erhöhen.

EEG-Einspeisevergütung als Bonus
Wenn Ihr Speicher Überschussstrom einspeist, erhalten Sie die EEG-Einspeisevergütung. Diese liegt Anfang 2025 bei rund 7,9 Cent pro kWh für Anlagengrößen bis 10 kWp. Über 20 Jahre garantiert, summiert sich das zu einigen tausend Euro Einnahmen – in gewisser Weise eine langfristige Förderung, die Ihr Speicher lukrativer macht.

Förderung von Stromspeichern in den Bundesländern (regionale Zuschüsse)

Zusätzlich zu den bundesweiten Möglichkeiten lohnt ein Blick auf Landes- und Regionalprogramme. Viele Bundesländer haben eigene Zuschüsse für Solaranlagen mit Speicher aufgelegt – allerdings sind diese oft zeitlich oder budgetär begrenzt. 2025 gibt es regional nach wie vor Förderchancen, jedoch überwiegend auf Landesebene und in unterschiedlichem Umfang:

  • Berlin – hier läuft das Programm SolarPLUS (auch EnergiespeicherPLUS genannt). Privatpersonen erhalten 300 € pro kWh Speicherkapazität, bis maximal 15.000 € Zuschuss. Gefördert werden neue Batteriespeicher in Kombination mit einer neuen PV-Anlage; das heißt, Ihre Solaranlage muss mit dem Speicher zusammen installiert werden (bzw. darf höchstens 3 Monate vor Antrag in Betrieb gegangen sein).
  • Baden-Württemberg – hatte bis Ende 2022 ein Landesprogramm für netzdienliche Batteriespeicher (200–300 € pro kWh, plus 500 € Bonus bei gleichzeitiger Wallbox). Dieser Fördertopf ist aktuell erschöpft. Neue Anträge sind nicht möglich, und eine Neuauflage wurde für 2024/25 noch nicht bestätigt. Allerdings können Batteriespeicher in Baden-Württemberg über Kreditprogramme der L-Bank („Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik“) mitfinanziert werden.
  • Bayern – förderte bis April 2022 im „10.000-Häuser-Programm“ die Installation von PV-Speichern mit bis zu 3.200 € Zuschuss (je nach Größe). Dieses Programm wurde nach über 100.000 Anfragen eingestellt; eine Wiederaufnahme ist derzeit nicht vorgesehen.
  • Weitere Länder – viele Bundesländer (Brandenburg, Sachsen, Thüringen u.a.) hatten ähnliche Förderungen, die oft inzwischen ausgelaufen sind. Zum Teil gibt es Ersatz in Form von zinsgünstigen Landesdarlehen oder kleineren regionalen Initiativen. Nordrhein-Westfalen förderte z.B. Batteriespeicher bis 2022 über progres.NRW; Sachsen-Anhalt und das Saarland hatten Programme, die aber derzeit ausgeschöpft sind. Es lohnt sich, in der Förderdatenbank des Bundes oder bei Ihrer Landes-Energieagentur nach aktuellen Angeboten zu suchen.

Expertentipp
„Oft sind Fördertöpfe begrenzt – entweder zeitlich befristet oder bis Budgetmittel aufgebraucht sind. Informieren Sie sich daher frühzeitig im Jahr über Starttermine und Antragsfristen. Ein anschauliches Beispiel war die KfW-Förderung 442 im Herbst 2023: Hier waren bundesweit 300 Mio. € Fördermittel für PV-Anlagen mit Speicher und Wallbox nach einem Tag bereits ausgeschöpft. Die zweite Förderrunde (geplant für 2024) wurde aus Haushaltsgründen gestrichen – und das Programm damit beendet. Dieses Beispiel zeigt, dass man verfügbare Zuschüsse möglichst schnell sichern sollte, wenn ein Programm startet.“ – Inga Ervig, Expertin für nachhaltige Gebäudetechnik

Fazit und Empfehlung: Jetzt informieren und Förderung nutzen

Die Förderung von Batteriespeichern ist 2025 ein zentraler Baustein, um grünen Strom Zuhause rentabel zu machen. Auch wenn die Bundesförderung überwiegend in Form von Krediten erfolgt, können Sie durch clevere Kombination mehrerer Förderungen – Kredit, Einspeisevergütung, Steuerbonus und ggf. regionale Zuschüsse – erheblich profitieren.Wussten Sie, dass Selfmade Energy Ihnen dabei hilft, das Optimum herauszuholen? Mit unserem kostenlosen Solarrechner können Sie in 2 Minuten Ihr persönliches Angebot für eine PV-Anlage mit Speicher einholen und Einsparpotenziale berechnen. So sehen Sie sofort, wie sich Förderungen auf die Kosten auswirken. Nutzen Sie jetzt den Solarrechner von Selfmade Energy – starten Sie in Ihre nachhaltige Energiezukunft mit maximaler Förderung und minimalen Kosten!

FAQs

  • Wie hoch ist die Förderung für Photovoltaik mit Speicher?
    Das hängt vom Programm ab. Bundesweit gibt es als Richtwert 300 € pro kWh Speicherkapazität in aktuellen Förderungen – z.B. in Berlin (bis zu 15.000 €). In früheren Programmen wie KfW 442 waren sogar bis zu 10.200 € Zuschuss für PV-Anlage + Speicher + Wallbox möglich. Meist liegen die Zuschüsse im Bereich einiger hundert bis tausend Euro.
  • Wie lange sind die Förderungen verfügbar?
    Jedes Programm hat eigene Fristen. Viele Landesförderungen laufen, bis der Fördertopf erschöpft ist (teilweise innerhalb weniger Tage). Die KfW-Kredite (z.B. Programm 270) sind kontinuierlich verfügbar, da es sich um Darlehen handelt. Wichtig ist, vor Projektstart zu beantragen und aktuelle Ankündigungen zu verfolgen. Oft gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“
  • Welche staatlichen Förderungen gibt es für Stromspeicher?
    Staatliche Förderung erfolgt vor allem über zinsgünstige Kredite (KfW 270) und steuerliche Vorteile (0 % MwSt., steuerfreie Einspeisevergütung). Direkte Zuschüsse gibt es auf Bundesebene derzeit nicht, aber einige Bundesländer bieten Förderprogramme mit Zuschüssen (siehe Berlin SolarPLUS). Zusätzlich wird jede eingespeiste kWh Solarstrom über 20 Jahre per EEG vergütet.
  • Wann kommt die nächste KfW-Förderung 442?
    Eine Neuauflage des KfW-Programms 442 „Solarstrom für Elektroautos“ ist aktuell nicht geplant. Die zweite Runde für 2024 wurde abgesagt. Stattdessen setzt der Bund auf andere Fördermaßnahmen. Hausbesitzer sollten daher auf bestehende Programme (KfW-Kredit, Landesförderungen, Steuererleichterungen) zurückgreifen, um ihren Batteriespeicher zu finanzieren.
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