Artikel aktualisiert am 13.09.2022 | von Karina Shepetunova | ca: 4 Min. zu lesen

Welche Faktoren wirken sich auf die Installationskosten einer Photovoltaikanlage aus?

Wenn Sie Angebote für die Installation einer PV-Anlage auf Ihrem Dach vergleichen, werden Sie meist deutliche Preisunterschiede feststellen. Zum einen unterscheiden sich häufig die im Angebotspreis inbegriffenen Installationsleistungen der Solarfirma. Zum anderen stammen die einzelnen Komponenten oft von unterschiedlichen Herstellern. Dadurch variieren auch Qualität und Leistung der Komponenten und ihr entsprechender Preis. 

Faktoren, die sich auf die Installationskosten einer Photovoltaikanlage auswirken
Größe und Leistungsfähigkeit sind entscheidende Kostenfaktoren (Bildquelle: Pixabay)

Was eine Photovoltaikanlage insgesamt am Ende kosten wird, setzt sich aus vielen Posten zusammen. Welche genau das sind erfahren Sie in diesem Artikel.

Solarmodule

Die Kosten für Solarmodule nehmen selbstverständlich den Großteil des Gesamtpreises in Anspruch, in erster Linie durch die Größe der geplanten Anlage und der dafür benötigen Stückzahl an Modulen. Zusätzlich beeinflusst auch die Wahl des Modultypen den Endpreis. Es stehen mehrere Modultypen zur Auswahl. Jeder Modultyp hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Bei der Auswahl spielen aber nicht nur die Moduleigenschaften eine Rolle, sondern auch Ihre individuellen Möglichkeiten, Gegebenheiten und persönlichen Ansprüche.

Derzeit bietet der Markt folgende 5 Modultypen an:

  • Polykristalline Solarmodule
  • Monokristalline Solarmodule
  • Dünnschicht-Module (aus amorphem Silizium)
  • Dünnschicht-Module (aus Cadmium-Tellurid)
  • CIGS-Solarmodule

Grob eingeschätzt sind die Punkte, welche bei der Auswahl des passenden Modultypen beachtet werden müssen folgende:

  • Preis
  • Nennleistung
  • Lebensdauer
  • Wirkungsgrad
  • Gewicht
  • Bauform

Achten Sie bei der Auswahl auch immer auf die Qualität. Ein Preis, welcher weit unter dem der anderen Anbieter liegt, mag auf den ersten Blick verlockend wirken, kann aber auf Dauer zu großen Problemen führen. Sollten die Module nämlich von geringer Qualität sein, kann das langfristig zu einem Brand führen. Hier finden Sie einen Arikel zum Thema Brandgefahr bei Photovoltaikanlagen.

Montage

Dieser Kostenpunkt hängt sowohl vom Preis der vorher gewählten Module ab, als auch von der Art des Daches. Je nach Modultyp ändert sich die benötigte Montageart und somit auch der Endpreis. Zusätzlich fallen Kosten an für die Verkabelung. Viele sehen in diesem Punkt eine große Einsparmöglichkeit, indem Sie die Installation selbst übernehmen. Zwar gibt es keine gesetzliche Verpflichtung ein Unternehmen für diese Arbeit zu beauftragen, empfehlenswert ist es aber allemal.

Zu beachten ist hierbei, dass viele Modulhersteller eine Garantie nur in Fall einer fachgerechten Installation vom Fachbetrieb gewähren. Außerdem kann eine Selbstmontage auf Dauer die oben erwähnte Brandgefahr erhöhen. Diese Erkenntnisse sollten bei der Überlegung einer Selbstmontage unbedingt Beachtung finden. Auch die Endabnahme und der Anschuss ans Stromnetz müssen Sie bei diesem Faktor bedenken.

Wechselrichter

Eine zwingend erforderliche Komponente ist der Wechselrichter. Denn damit der Strom, welcher von der Photovoltaikanlage produziert wird, für den eigenen Haushalt genutzt werden kann, muss er umgewandelt werden. Diese Arbeit übernimmt der Wechselrichter. Er wandelt den Gleichstrom der PV-Anlage zu Wechselstrom, der dann im Haushalt genutzt werden kann.

Solarstrom-Speicher

Eine sehr nützliche Zusatzkomponente ist der Stromspeicher. Er speichert den Stromüberschuss, sofern vorhanden, aus Ihrer PV-Anlage. Das bedeutet, dass wenn durch die Mittagssonne mehr Strom produziert wird als Sie verbrauchen, der Überschuss gespeichert wird und zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden kann. Besonders im Hinblick auf die immer weiter steigenden Strompreise lohnt sich ein Stromspeicher allemal. Denn durch ihn kann man länger den selbst produzierten Strom nutzen und muss weniger vom Energielieferanten beziehen.

Wichtig: Einige Förderprogramme für Photovoltaikanlagen haben den Einbau eines Stromspeichers als Voraussetzung. Informieren Sie sich daher im Vorfeld ganz genau über Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und deren Bedingungen.

Wallbox

Zusätzlichen zu den oben genannten Kostenpunkten für die Installation einer PV-Anlage, können noch weitere Anschaffungen in den Gesamtpreis einkalkuliert werden. So besteht die Möglichkeit sich eine Wallbox installieren zu lassen. Mit dieser kann man ein Elektroaut aufladen. Sollten Sie also vorhaben in naher Zukunft auf ein Elektroauto umzusteigen, lohnt sich die Investition in diese Ladestation.

Fazit

Geht es um die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage, gibt es viele Komponenten, die eine zentrale Rolle spielen. Ausschlaggebend ist natürlich die Größe der Anlage. Zusätzlich sind die Art und Beschaffenheit des Daches sehr wichtig. Ein weiterer Kostenfaktor sind die Solarmodule. Hier richtet sich der Preis auch nach Modultyp, Montageart und Verkabelung. Die Montage selbst trägt auch zum Gesamtpreis bei. Genau so wie der Wechselrichter, welcher den erzeugten Gleichstrom der PV-Anlage in Wechselstrom umwandelt. Dieser wird für beispielsweise Elektrogeräte genutzt. Lohnenswert ist die Anschaffung eines Stromspeichers. Dadurch können Sie erzeugten Strom, der nicht direkt verbraucht wird speichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

Mit Selfmade Energy können Sie Angebote mehrerer Solarfirmen gleichzeitig anfragen und miteinander vergleichen.

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