Artikel aktualisiert am 19.08.2022 | von Karina Shepetunova | ca: 4 Min. zu lesen

E-Bike oder Pedelec versichern – Welche Versicherung ist sinnvoll?

Die Anschaffung eines E-Bikes oder Pedelecs ist, im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad, oftmals ein teures Vergnügen. Natürlich möchte man sicherstellen, dass dieses Glück auch lange währt. Versicherungen können im Schadensfall dafür sorgen, dass das Glück schnell wiederhergestellt wird. Aber welche Versicherung ist die Richtige?

richtige Versicherung für E-Bike, Pedelec und S-Pedelec
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Oftmals ist die Anschaffung eines E-Bikes oder Pedelecs eine wohlüberlegte Entscheidung. Denn die Kosten für ein qualitativ hochwertiges Elektrofahrrad belaufen sich oftmals auf mehrere tausend Euro. So eine Investition möchte geschützt werden. Wer diesen Schutz durch eine Versicherung gewährleistet wissen möchte, steht vor vielen Fragen und Angeboten. Reicht beispielsweise die private Haftpflichtversicherung aus, oder braucht man eine separate Kfz-Haftflicht-Versicherung? Die Antworten zu diesen Fragen finden Sie hier.

Versicherung für E-Bike, Pedelec, S-Pedelec

Je nachdem um welchen Typ von Zweirad es sich bei Ihnen handelt, variiert auch die benötigte Versicherung.

Denn rechtlich gesehen zählt ein E-Bike in die Kategorie „Leicht-Mofa“. Es bedarf also keinerlei Kraft Ihrerseits, um ein E-Bike zu fahren. Beim Mofa müssen sie schließlich auch nicht selbst mittreten.

Das Pedal Electric Cycle, kurz Pedelec, bieten nur Motorunterstützung, wenn in die Pedale getreten wird. Es leistet Unterstützung bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25km/h und wird umgangssprachlich oft ebenfalls als E-Bike bezeichnet.

Das S-Pedelec ist die leistungsstärkere Variante des Pedelecs. Auch hier erfolgt eine Unterstützung zum eigenen Antrieb. Diese beläuft sich beim S-Pedelec auf bis zu 45km/h.

Versicherungsrelevante Unterschiede auf einen Blick:

E-Bike

fährt ohne Tretunterstützung

Pedelec

fährt mit Tretunterstützung

S-Pedelec

fährt mit Tretunterstützung

Privathaftpflichtversicherung fürs Elektrofahrrad

Fahren Sie ein Pedelec (der Elektromoto schaltet nur zu, wenn Sie in die Pedale treten und es fährt nicht schneller als 25km/h und hat eine Motorleistung von weniger als 250 Watt) – so reicht in der Regel der Schutz über die Privathaftpflichtversicherung. Der Schutz greift, wenn Sie einen Unfall mit Ihrem Pedelec verursachen, bei dem es zu Personen- oder Sachschäden kommt.

Für E-Bikes und S-Pedelecs wird eine Kfz-Haftpflichtversicherung benötigt. Denn diese sind vor dem Gesetz sogenannte Kleinkrafträder bzw. Leichtmofas und somit versicherungspflichtig.

Hausratversicherung fürs Elektrofahrrad

Die Hausratversicherung deckt den Schaden bei Diebstahl aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen ab. Allerdings muss hier genau auf das Kleingedruckte geachtet werden. Es können beispielsweise nur bestimmte Abstellorte und-zeiten abgedeckt sein. Somit kann im Schadensfall die Leistung der Hausratversicherung ausbleiben.

Es gibt Hausratversicherungen mit einer zusätzlichen Fahrradklausel im Vertrag. Dann wäre Ihr fahrbarer Untersatz auch bei Diebstahl auf offener Straße versichert. Auch hier ist zu erwähnen, dass diese Art der Versicherung sich in erster Linie auf Pedelecs bezieht.

Für weitere Schadensfälle lohnt es sich daher, eine konkrete E-Bike Versicherung abzuschließen.

E-Bike-Versicherung – Bester Schutz für Pedelec, S-Pedelec und E-Bike

Da die Anschaffungskosten für E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs recht hoch sind, lohnt es sich, eine eigens für diesen Zweck entwickelte Versicherung abzuschließen. Sogenannte E-Bike-Versicherungen decken Schäden ab, die in den oben genannten Versicherungsvarianten nicht inbegriffen sind. Dabei ist es jedem selbst überlassen, wie hoch der Schutz sein soll.

Zu den Risiken, die von einer E-Bike Versicherung abgedeckt werden, zählen Brände, Kurzschlüsse und Vandalismus. Aber auch der Schutz vor Diebstahl oder Raub gehört dazu.
Je nach Versicherungsanbieter können auch Schäden durch Material sowie Produktions- oder Konstruktionsfehler versichert sein.

Der Preis ist stark abhängig von der Leistung, die angeboten wird. Bei Premium-Tarifen können sogar die Kosten für verschlissene Reifen und Bremsen versichert sein. Dieser zusätzliche Schutz schlägt sich dann allerdings auch in den Beiträgen nieder.

Fazit

Fahrrad fahren macht Spaß. Fahrrad fahren mit tatkräftiger Unterstützung durch einen Motor macht nicht nur Spaß, sondern erleichtert den Aufwand. Ob man dafür ein Pedelec, S-Pedelec oder gar ein E-Bike angeschafft hat – eine solche Investition ist kostspielig und will daher gut versichert sein. Denn Schäden aller Art können im Alltag schnell passieren und dann ist der Spaß ganz schnell vorbei.

Verschiedene Versicherungen bieten unterschiedlichen Schutz im Ernstfall. Welche Versicherung für Sie am Sinnvollsten ist, hängt vom Typ ihres Fortbewegungsmittels ab. Vergleichen Sie die Angebote der jeweiligen Versicherer genau miteinander. Denn nicht nur der Preis kann stark variieren, sondern auch die Leistung. Sollten Sie Ihr E-Bike tunen, erlischt in der Regel jeglicher Versicherungsschutz. Mehr zum Tunen erfahren Sie hier.

Ist Ihr E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec bereits in einer Versicherung integriert, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Oftmals sind bestimmte Situation vom Schutz ausgeschlossen. Darum ist hier Weile statt Eile geboten – so kann der Spaß beim Fahren durch nichts getrübt werden.

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