Artikel aktualisiert am 15.01.2023
von Boris Stippe | ca: 17 Min. zu lesen

Lebensdauer von Solaranlagen: Wie Qualität, Wartung und Umweltbedingungen die Leistung beeinflussen

Die Lebensdauer einer Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses variiert je nach Qualität und Wartung der Anlage. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt bei etwa 25-30 Jahren.

Es ist wichtig, die Leistung der Photovoltaikanlage zu überwachen und regelmäßig Wartungsarbeiten durchzuführen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die maximale Lebensdauer erreicht wird.

In Sachen Solar, auf echte Experten vertrauen
Bei Installation und Wartung der Solaranlage auf echte Experten vertrauen (Bildquelle: Pixabay)

Welche Faktoren beeinflussen die Lebensdauer einer PV-Anlage?

Es gibt mehrere Faktoren, die die Lebensdauer einer Solaranlage beeinflussen können:

  1. Qualität der Komponenten: Eine Solaranlage, die mit hochwertigen Komponenten hergestellt wurde, hat in der Regel eine längere Lebensdauer als eine Anlage mit niedrigerer Qualität.
  2. Installation: Eine fehlerhafte Installation kann die Lebensdauer einer Solaranlage beeinträchtigen.
  3. Wartung: Eine regelmäßige Wartung und Reinigung der Anlage kann dazu beitragen, dass diese länger hält.
  4. Witterungsbedingungen: Extreme Witterungsbedingungen wie starke Hitze, Kälte, Feuchtigkeit und hohe UV-Strahlung können die Lebensdauer einer Solaranlage beeinträchtigen.
  5. Umweltbedingungen: Umweltverschmutzung wie Sand, Staub, Verschmutzung und Schmutz können die Lebensdauer einer Solaranlage beeinträchtigen.

Die Lebensdauer der einzelnen PV-Komponenten sowie Möglichkeiten, die Nutzungsdauer der Solaranlage zu verbessern, werden im Folgenden näher besprochen. Insgesamt ist allerdings mit einer Nutzungs- und Lebensdauer einer Photovoltaikanlage von 25 bis 30 Jahren zu rechnen. Darauf deuten auch die Leistungsgarantien der Hersteller hin, die meist eine 25-jährige Garantie gewähren. 

Experten gehen heutzutage davon aus, dass eine eigene qualitativ hochwertige Solaranlage mit guter Planung, Montage und Wartung bis zu 40 Jahre grünen Strom erzeugen könnte. 

Qualität der Komponenten

Eine Solaranlage besteht aus mehreren Komponenten, die zusammenarbeiten, um Sonnenenergie in elektrischen Strom umzuwandeln. Die wichtigsten Komponenten einer Solaranlage sind: Solarmodule (auch als Solarzellen bezeichnet), Wechselrichter, Batteriespeicher (optional), Netzanschluss- und Überwachungstechnik.

Solarmodule sind das Herzstück einer Solaranlage und wandeln die von der Sonne aufgenommene Energie in elektrischen Strom um. Der Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der in ein öffentliches Stromnetz eingespeist werden kann. Batteriespeicher ermöglichen es, den von der Anlage erzeugten Strom zu speichern und bei Bedarf zu nutzen. Netzanschluss- und Überwachungstechnik ermöglicht es, die Anlage mit dem öffentlichen Stromnetz zu verbinden und die Leistung der Anlage zu überwachen.

Eine Solaranlage, die mit hochwertigen Komponenten hergestellt wurde, hat in der Regel eine längere Lebensdauer und eine höhere Leistung als eine Anlage mit niedrigerer Qualität.

Installation

Die Installation einer Solaranlage ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Anlage ihre maximale Lebensdauer erreicht und ihre Leistung während der gesamten Lebensdauer aufrechterhalten wird. Einige der wichtigsten Aspekte, die bei der Installation einer Solaranlage beachtet werden sollten, sind:

  1. Standort: Der Standort der Anlage sollte sorgfältig ausgewählt werden, um sicherzustellen, dass die Anlage direktes Sonnenlicht erhält und dass die Witterungsbedingungen für die Anlage geeignet sind. Eine Anlage, die in einer Region mit viel Schatten oder hohen UV-Strahlen installiert wird, wird in der Regel früher ausfallen als eine Anlage, die in einer günstigeren Umgebung installiert wurde.
  2. Fundamente: Fundamente, die für die Anlage verwendet werden, sollten stabil und sicher sein. Wenn die Fundamente nicht sicher sind, kann dies die Lebensdauer der Anlage beeinträchtigen.
  3. Schutz vor Witterung: Es ist wichtig, die Anlage vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee, Hagel und starkem Wind zu schützen. Zum Beispiel ist es wichtig, dass die Anlage einen geeigneten Neigungswinkel hat, um Regenwasser abfließen zu lassen und ausreichend Platz für Wartungsarbeiten hat.
  4. Ordnungsgemäße Durchführung: Es ist wichtig, dass die Installation von qualifiziertem Personal durchgeführt wird, um sicherzustellen, dass die Anlage ordnungsgemäß und sicher installiert wird.
  5. Dokumentation: Es ist wichtig, dass die Installation hinreichend dokumentiert wird, um sicherzustellen, dass die Anlage ordnungsgemäß installiert wurde und um die Wartung und das Monitoring der Anlage zu erleichtern.

Wartung

Eine regelmäßige Wartung und Reinigung einer Solaranlage ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Anlage ihre maximale Lebensdauer erreicht und ihre Leistung während der gesamten Lebensdauer aufrechterhalten wird. Einige der wichtigsten Aspekte der Wartung und Reinigung sind:

  1. Reinigung der Solarmodule: Regelmäßiges Reinigen der Solarmodule ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Module frei von Schmutz und Verschmutzung sind, die die Leistung beeinträchtigen können. Staub, Sand, Blätter und andere Ablagerungen können sich auf den Modulen ansammeln und die Leistung beeinträchtigen.
  2. Überprüfung der Verkabelung: Eine regelmäßige Überprüfung der Verkabelung ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Verkabelung sicher und intakt ist. Probleme mit der Verkabelung können die Leistung beeinträchtigen und sogar einen Ausfall der Anlage verursachen.
  3. Überprüfung der Wechselrichter: Eine regelmäßige Überprüfung des Wechselrichters ist wichtig, um sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß funktioniert und keine Probleme aufweist.
  4. Überwachung der Leistung: Eine regelmäßige Überwachung der Leistung der Anlage ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Anlage ordnungsgemäß funktioniert und um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Es ist wichtig, dass Wartungsarbeiten von qualifiziertem Personal durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Anlage ordnungsgemäß gewartet wird.

Witterungsbedingungen

Witterungsbedingungen wie Hitze, Kälte, Feuchtigkeit und UV-Strahlung können die Lebensdauer einer Solaranlage beeinflussen und zu vorzeitigem Verschleiß der Anlage führen. Einige der Auswirkungen dieser Bedingungen sind:

  1. Hitze: Hohe Temperaturen können die Leistung von Solarmodulen beeinträchtigen und dazu führen, dass die Module frühzeitig versagen.
  2. Kälte: Niedrige Temperaturen können dazu führen, dass die Leistung von Solarmodulen beeinträchtigt wird, insbesondere wenn die Anlage nicht richtig isoliert ist.
  3. Feuchtigkeit: Feuchtigkeit kann dazu führen, dass die Anlage rostet oder korrodiert und die Leistung beeinträchtigt wird.
  4. UV-Strahlung: UV-Strahlung kann dazu führen, dass die Solarmodule und andere Komponenten der Anlage beschädigt werden und frühzeitig versagen.

Um diese Bedingungen zu minimieren, kann man folgendes tun:

  1. Hitze: Eine gute Belüftung und eine ausreichende Isolierung der Anlage können dazu beitragen, die Temperaturen in der Anlage zu senken.
  2. Kälte: Eine gute Isolierung und eine Abdeckung der Anlage kann dazu beitragen, die Anlage vor niedrigen Temperaturen zu schützen.
  3. Feuchtigkeit: Eine gute Abdichtung der Anlage und die Verwendung von rostfreien Materialien kann dazu beitragen, die Anlage vor

Umweltbedingungen

Umweltverschmutzung wie Sand, Staub und Schmutz können die Lebensdauer einer Solaranlage beeinträchtigen und zu vorzeitigem Verschleiß der Anlage führen. Einige der Auswirkungen dieser Verschmutzungen sind:

  1. Sand und Staub: Sand und Staub können sich auf den Solarmodulen ansammeln und die Leistung beeinträchtigen. Sie können auch dazu führen, dass die Module beschädigt werden und frühzeitig versagen.
  2. Schmutz: Schmutz kann dazu führen, dass die Solarmodule und andere Komponenten der Anlage beschädigt werden und frühzeitig versagen.

Um die Anlage vor diesen Umweltverschmutzungen zu schützen, kann man folgendes tun:

  1. Regelmäßige Reinigung: Eine regelmäßige Reinigung der Solarmodule und anderer Komponenten der Anlage kann dazu beitragen, Schmutz, Staub und Verschmutzung zu entfernen.
  2. Abdeckung: Eine Abdeckung der Anlage kann dazu beitragen, die Anlage vor Umweltverschmutzung zu schützen.
  3. Wartung: Eine regelmäßige Wartung der Anlage kann dazu beitragen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben, die durch Umweltverschmutzung verursacht werden können.
  4. Monitoring: Ein Monitoring der Anlage kann dazu beitragen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben

Lebensdauer einer Solarzelle

Professionelle Installation von Solarmodulen
Professionelle Installation von Solarmodulen (Bildquelle: Pixabay)

Es gibt verschiedene Arten von Solarzellen, die sich in ihrer Lebensdauer unterscheiden können. Einige der gängigsten Arten sind:

  • Monokristalline Solarzellen: Diese werden aus einem einzigen Kristall hergestellt und gelten als sehr effizient, aber auch als teuer. Ihre Lebensdauer kann bis zu 25 Jahre betragen.
  • Polykristalline Solarzellen: Diese werden aus mehreren Kristallen hergestellt und sind preisgünstiger als Monokristalline, aber auch weniger effizient. Ihre Lebensdauer kann bis zu 20 Jahre betragen.
  • Amorphe Solarzellen: Diese bestehen aus einer nicht kristallinen Schicht und sind die preisgünstigsten aller Arten, aber auch die am wenigsten effizienten Solarzellen. Ihre Lebensdauer kann bis zu 15 Jahre betragen.
  • Dünnschicht-Solarzellen: Diese bestehen aus sehr dünnen Schichten und haben eine sehr geringe Materialaufwendung und sind somit preisgünstiger als die anderen Arten, aber auch weniger effizient. Ihre Lebensdauer kann bis zu 20 Jahre betragen.

Es gibt auch andere Arten von Solarzellen, wie zum Beispiel organische Solarzellen und Perowskit-Solarzellen, die jedoch noch in der Entwicklung sind und ihre Lebensdauer und Effizienz noch unklar sind.

Durch die Leistungsdegradation nutzen sich Solarzellen über ihre Betriebsdauer hinweg ab, sodass nach zwei Jahrzehnten nur noch mit etwa 90 Prozent des ursprünglichen Solarstromertrags bei gleicher Lichteinstrahlung gerechnet werden kann. Im Detail bedeutet das: Jedes Jahr sinkt die Leistung der Photovoltaik-Module kontinuierlich. 

Warum altert eine Solarzelle?

Eine Solarzelle altert, weil sie durch die langfristige Exposition gegenüber verschiedenen Umwelteinflüssen und Belastungen wie UV-Strahlung, Wärme und Feuchtigkeit Schaden nimmt. Dies kann zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit der Zelle führen, was sich in einer geringeren Stromerzeugung bemerkbar macht. Ein weiterer Faktor, der das Altern von Solarzellen beeinflussen kann, ist die Alterung der Materialien, aus denen sie hergestellt werden. Während der Betriebszeit können sich bestimmte Materialien zersetzen oder zerfallen, was zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit der Zelle führt.

Zu den wichtigsten Einflüssen gehören: 

  • Temperaturschwankungen, die die Verbindungen zwischen einzelnen Zellen schwächen
  • feuchte Hitze, die die EVA-Folie zerstört, die PV-Zellen vor UV-Strahlen, Niederschlägen und Korrosion schützen soll 
  • Browning, die Zersetzung und Braun-Färbung der EVA-Folie durch UV-Strahlung
  • Hotspots, die Erhitzung oder sogar Zerstörung einzelner Zellen, die aufgrund von Schatten oder Verschmutzung keinen Strom erzeugen und daher einen Widerstand in der Reihenschaltung der Zellen darstellen
  • Glasbrüche und minderwertige Verkabelungen

Werden diese Übeltäter im Auge behalten, also die Solaranlage zunächst gut geplant, qualitativ hochwertig produziert und auch zukünftig regelmäßig gereinigt und gewartet, steht einer längeren Lebensdauer einer PV-Anlage nichts im Wege. Experten vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme gehen von einer Nutzungsdauer von 40 Jahren aus.

Lebensdauer eines Wechselrichters

Wechselrichter
Wechselrichter (Bildquelle: © Zstock – stock.adobe.com)

Die Lebensdauer eines Wechselrichters hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Qualität des Produkts, der Umgebung, in der es betrieben wird, und dem Grad der Nutzung. Im Allgemeinen wird eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren für einen Wechselrichter erwartet.

Einige der Faktoren, die die Lebensdauer eines Wechselrichters beeinflussen können, sind:

  • Umgebungsbedingungen: Hohe Temperaturen, Feuchtigkeit und Staub können die Lebensdauer eines Wechselrichters beeinträchtigen und beschleunigen den Verschleiß.
  • Überlastung: Wenn der Wechselrichter ständig höhere Lasten als seine Nennleistung tragen muss, kann dies die Lebensdauer beeinträchtigen und die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen erhöhen.
  • Qualität des Produkts: Ein Wechselrichter von höherer Qualität und von einem renommierten Hersteller wird in der Regel eine längere Lebensdauer haben als ein billigeres Modell von minderwertiger Qualität.
  • Wartung: Regelmäßige Wartung des Wechselrichters kann dazu beitragen, dass es länger hält und seine Leistung optimiert bleibt.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lebensdauer eines Wechselrichters auch von der Art des Wechselrichters und seiner Technologie abhängen kann, daher sollten Sie sich immer von einem Experten beraten lassen, bevor Sie einen kaufen.

Eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren bedeutet aber auch, dass der Wechselrichter mindestens einmal ausgetauscht werden muss, um der Lebensdauer der PV-Module zu entsprechen. Die Kosten für den Austausch dieses Bauteils sollten also von Anfang an bei der Kostenplanung für die PV-Anlage berücksichtigt werden.

Da der Wechselrichter schneller verschleißt als andere Komponenten einer Solaranlage, sind auch die Produktgarantie-Zeiten meist kürzer als bei anderen Bauteilen. Typischerweise gewähren die Hersteller nur zwischen 5 und 10 Jahren Garantie. Allerdings gibt es oft die Möglichkeit, die Garantie kostenpflichtig zu verlängern. Je nach Größe des Wechselrichters kommen hier dann circa 350€ auf Sie zu. Das bedeutet, dass eine Garantieverlängerung meist günstiger ist als ein zukünftiger Neukauf.

Lebensdauer von Batteriespeichern

Lithium-Ionen Batteriespeicher
Lithium-Ionen Batteriespeicher (Bildquelle: © millefloreimages – stock.adobe.com)

Eine dritte Komponente einer PV-Anlage ist der Batteriespeicher oder Stromspeicher, der den erzeugten Strom für die spätere Nutzung bereithält. Auch hier wird zwischen zwei verschiedenen Techniken unterschieden, deren Lebenszyklen die Lebensdauer der Solaranlage beeinflussen. 

Auf dem Markt sind Blei-Säure-Batterien und Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Bei Ersteren liegt die Nutzungskapazität bei circa 50 bis 60 Prozent der Batterieleistung. Der in der Batterie enthaltene Elektrolyt wird bei jeder Be- und Entladung aufgebraucht, was dazu führt, dass die Tiefe der Entladung im Laufe der Jahre abnimmt. Bei neueren Modellen kann mit circa 4.000 Ladezyklen gerechnet werden, bevor der Elektrolyt aufgebraucht und die Batterie damit kaputt ist. Bei Lithium-Ionen-Batterien dagegen liegt die nutzbare Kapazität bei circa 70 bis 90 Prozent der Batterieleistung und es sind 5.000 bis 7.000 Ladezyklen möglich. 

Um die Lebensdauer der Batterien einschätzen zu können, müssen natürlich auch Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Fläche und Stromnutzung mit einbezogen werden, die zur Be- und Entladung der Batterie führen. Denn von diesen Faktoren hängt ab, wie viele Zyklen pro Jahr durchlaufen werden. 

Bei einer auf einem klassischen Einfamilienhaus angebrachten Photovoltaik-Anlage kann mit etwa 200 bis 250 Ladezyklen pro Jahr gerechnet werden. Eine Blei-Säure-Batterie würde in diesem Beispiel also 15 bis 20 Jahre halten. Im Gegensatz dazu wäre eine Lithium-Ionen-Batterie 25 bis 30 Jahre nutzbar. 

Lebensdauer von Montagesystemen

Wird die Lebensdauer einer Photovoltaik-Anlage geschätzt, darf das Montagesystem nicht vernachlässigt werden. Montagesysteme für Solaranlagen sind hauptsächlich aus Aluminium oder Edelstahl gefertigt und damit stabil und witterungsbeständig. 

Obwohl von den meisten Herstellern nur 10 Jahre Produktgarantien gewährt werden, sind sie deshalb meist bis zu 30 Jahre über nutzbar. Allerdings sollten kleinere Schäden bei der Wartung identifiziert und behoben werden, damit sie sich nicht ausweiten und größere Probleme verursachen. 

Anderen Bauteile von Solaranlagen

Neben den Hauptkomponenten Solarzelle, Wechselrichter und Co. gibt es noch weitere Bauteile, die oft Probleme verursachen: Elektronische Komponenten und Kabel. 

Insbesondere die Anschlussdose aus Kunststoff, die die elektronischen Komponenten schützt, kann durch kalte Temperaturen beschädigt werden. Dann bleiben Bypassdioden und Power Optimizer ungeschützt.  

Die Verkabelung einer Photovoltaikanlage ist nicht nur kalten Temperaturen und Witterung ausgesetzt, sondern zusätzlich auch noch Ziel von Wildtieren wie Mardern. Auch diese Komponenten sollten regelmäßig überprüft und, wenn nötig, repariert werden. 

Welche Leistung kann ich erwarten?

Nachdem bereits erläutert wurde, dass Solarzellen nach einigen Jahren ihre Kraft verlieren, fragen sich viele Häuslebauer und Solar-Interessierte, mit welcher Leistung sie denn langfristig rechnen können. Das ist eine wichtige Frage, denn nicht alle Kosten einer Photovoltaikanlage haben sich nach nur 15 Jahren amortisiert. 

In der Regel können Besitzer und Käufer einer eigenen Solaranlage nach 20 Nutzungsjahren noch mit 80 bis 90 Prozent der ursprünglichen Leistung rechnen, vorausgesetzt die Anlage wurde gewartet und Schäden wurden behoben. Nach 25 Jahren wird die Nennleistung dann vermutlich auf unter 80 Prozent gesunken sein. Allerdings gibt es auch Hersteller, die eine erhöhte Leistungsgarantie von bis zu 90 Prozent auf 25 Jahre anbieten. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Anschaffungskosten allerdings meist sowieso amortisiert. Das bedeutet, dass Käufer einer Photovoltaikanlage trotz Leistungsdegradation auch zukünftig von nahezu kostenlosem Strom profitieren können. 

Weiterhin gibt es einige Methoden, mit denen die Leistung der Solaranlage langfristig verbessert und die Lebensdauer der Photovoltaikanlage verlängert werden kann.

Was kostet die Wartung der Solaranlage?

Die Kosten für die Wartung einer Solaranlage können je nach Größe und Art der Anlage, sowie dem Unternehmen, das die Wartung durchführt, variieren. Im Allgemeinen sollte die jährliche Wartung einer Solaranlage jedoch nicht mehr als ein paar hundert Euro kosten. Es gibt jedoch auch Wartungsverträge, die über einen längeren Zeitraum abgeschlossen werden können, die die Kosten pro Jahr reduzieren können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Wartungskosten im Vergleich zu den Einsparungen bei den Stromkosten, die eine gut gewartete Solaranlage ermöglicht, in der Regel gering sind. Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass es auch die Kosten für Reparaturen und Ersatzteile gibt, die je nach dem Umfang und der Art der Reparatur variieren können und von den jährlichen Wartungskosten zu unterscheiden sind.

Es ist daher ratsam, sich im Vorfeld von einem Experten beraten zu lassen, um eine realistische Kostenschätzung zu erhalten und sich über die vorhandenen Angebote und Wartungsverträge zu informieren.

Als Faustregel gilt zudem, für Wartungsarbeiten alle zwei Jahre, eine regelmäßige Reinigung und auch eine Photovoltaik-Versicherung sollten jährlich rund 1,5 Prozent der Anschaffungskosten eingeplant werden. Das klingt anfangs etwas viel, verlängert aber langfristig die Nutzungsdauer der PV-Anlage und damit Ihre Rendite. 

Weiterhin kann es sich teilweise lohnen, einzelne Teile der PV-Anlage auszutauschen, obwohl sie noch funktionieren. Sinkt die Leistung einer Komponente, verringert das den Gesamtertrag.

Experten empfehlen größeren Solar-Nutzern wie beispielsweise Landwirten außerdem die Investition in ein Anlagen-Monitoring. Mit einem Monitoring-System werden Anlagenwerte und Energieerträge regelmäßig überprüft und Störungen können sogar noch schneller erkannt, registriert und behoben werden.

Auf die Garantie kommt es an!

Die einfachste Antwort auf die Frage nach der Lebensdauer einer PV-Anlage lautet: durchschnittlich 25 bis 30 Jahre. Doch wichtiger als eine Schätzung ist die Garantie. Die von den Herstellern gewährten Garantie-Zeiten geben Aufschluss über die Qualität und die erwartete Lebensdauer. 

Doch hierbei muss zwischen Produktgarantie und Leistungsgarantie unterschieden werden. Produktgarantien betreffen ein Versagen der Bauteile (Materialfehler, Defekte) und garantieren die Funktion der Komponente. Diese liegen für Wechselrichter im Durchschnitt bei 5 Jahren, für Batteriespeicher in der Regel bei 10 Jahren und bei Solarmodulen durchschnittlich bei 12 Jahren. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Leistungsgarantie auf die Nennleistung der Solarmodule und beschränkt den maximalen jährlichen Leistungsverlust. Sie garantiert beispielsweise eine 90-prozentige Leistung in den ersten 10 und eine 80-prozentige Leistung in den folgenden 10 bis 15 Jahren. Einige Hersteller bieten mittlerweile sogar 30-jährige Garantien an. Diese betreffen aber meist deutlich teurerer und damit qualitativ hochwertige Module mit längerer Lebensdauer der PV-Anlage. 

Bei der Auswahl der Anbieter und mit Blick auf die Garantie sollten Sie darauf achten, einen Hersteller mit Niederlassung in Deutschland auszuwählen. Denn im Garantiefall in 10, 15 oder gar 20 Jahren ist es dann wesentlich einfacher, etwaige Ansprüche durchzusetzen. Außerdem muss auf das Kleingedruckte geachtet werden. Oft ist die Servicepauschale für den Elektroinstallateur, der Schadensfälle prüft, so niedrig, dass diese am Ende selbst bezahlt werden muss, die Messausrüstung und Fehleranalyse werden nicht von der Herstellergarantie abgedeckt, oder die Reisekosten, Unterbringung und Arbeitszeitkosten für das Servicepersonal des Herstellers müssen vom Kunden selbst übernommen werden. 

In diesen Fällen lohnt sich ein Vergleich der Solarfirmen mit Selfmade Energy. Der Angebotsvergleich beinhaltet nicht nur Preise, Inklusivleistungen und Kundenbewertungen, sondern auch die Produktgarantien und einzelne Komponenten. So erhalten Sie eine gute und umfassende Einschätzung der zu erwartenden Qualität und Lebensdauer Ihrer zukünftigen PV-Anlage und können entspannt in eine sichere Zukunft mit günstiger grüner Energie blicken.

Fazit

Die Lebensdauer einer Solaranlage beträgt etwa 25-30 Jahre. Es ist wichtig, regelmäßig Wartungsarbeiten durchzuführen und die Leistung der Anlage zu überwachen, um sicherzustellen, dass die Anlage ihre maximale Lebensdauer erreicht und ihre Leistung während der gesamten Lebensdauer aufrechterhalten wird. Qualität der Komponenten, die Installation, Wartung und Umweltbedingungen beeinflussen die Lebensdauer. Experten gehen davon aus, dass eine qualitativ hochwertige Solaranlage mit guter Planung, Montage und Wartung sogar bis zu 40 Jahre grünen Strom erzeugen kann.

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